Wissenswertes

BEM – Betriebliches Eingliederungsmanagement

Das BEM ist seit 2004 in Kraft und ist gesetzlich vorgeschrieben (§84 Abs. 2 SGB IX). Es soll Arbeitnehmern die längere Zeit krank waren, einen Einstieg zurück ins Unternehmen erleichtern.

Es geht hierbei um Arbeitnehmer die länger als sechs Wochen in einem Jahr krank waren, unabhängig davon, ob die sechs Wochen am Stück sind oder vereinzelt.

Man will damit erreichen, dass weitere Arbeitsunfähigkeit verhindert wird, gesundheitlich eingeschränkte Arbeitnehmer eine Beschäftigungssicherung erfahren und krankheitsbedingte Kündigungen vermieden werden.

Für den Arbeitgeber ist es verpflichtend, dass er ein BEM anbietet. Dem Arbeitnehmer steht es frei an dem BEM teilzunehmen.

 

Info: Verweigert der Arbeitnehmer die Teilnahme am BEM riskiert er gekündigt werden zu können, auf Grund von Krankheit oder er kann sogar Sozialleistungen ganz oder teilweise verlieren, wenn konkrete Hilfsangebote abgelehnt werden.

Genauso gibt es für den Arbeitgeber Nachteile, wenn er kein BEM anbietet (z. B. bei Kündigungsschutzprozessen). Jedoch keine Sanktionen oder Bußgeld.

 

Weiteres zum BEM unter: BMAS-BEM

 


 

ASV - Ambulant Spezialfachärztliche Versorgung

Die ASV ermöglicht es seit 2014 Patienten mit schweren und selten Erkrankungen nicht nur einen Arzt, sondern ein interdisziplinäres Team aus Ärzten (bestehend aus einem Kernteam und hinzuziehenden Ärzten) für die Behandlung zur Verfügung zu haben. Das Team kann sowohl aus niedergelassenen Ärzten als auch aus Ärzten der Krankenhauslandschaft bestehen. Dadurch können nun auch Krankenhäuser ambulante Leistungen für gesetzlich Versicherte erbringen, ohne einen stationären Aufenthalt. Hierfür wurde ein spezieller Budgetpool der Krankenkassen eingerichtet.

Dieses Versorgungsmodell gilt jedoch bisher nur für bestimmte Krankheitsbilder.

 

Zur Zeit sind das folgende Krankheitsbilder (weitere sollen folgen):

  • Gastrointestinale Tumoren/Tumoren der Bauchhöhle 
  • Gynäkologische Tumoren  
  • Tuberkulose 
  • Marfan-Syndrom 
  • Pulmonale Hypertonie 
  • Mukoviszidose 

 

 

Weitere Informationen beim Bundesverband ambulante spezialfachärztliche Versorgung e.V. oder über die Patienteninformation des Gemeinsamen Bundesausschusses.

 


 

Terminservicestellen

Seit Anfang 2016 gibt es die sogenannten Terminservicestellen der Kassenärztlichen Vereinigung. Die Servicestellen der jeweils regionalen Kassenärztlichen Vereinigung sollen gesetzlich versicherte Patienten helfen, einen Termin bei einem Facharzt oder Psychotherapeuten innerhalb von vier Wochen zu bekommen, wenn eine Überweisung vorliegt. 

Sollte die Servicestelle keinen Termin innerhalb der vier Wochen ermöglichen können, so vermittelt sie einen ambulanten Behandlungstermin im Krankenhaus. 

Die Rechtsgrundlage der Servicestellen ist der Bundesmantelvertrag-Ärzte und dort die Anlage 28.

 

Weitere Infos auf Seiten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV).