Der Patient

Wie sieht das eigentlich aus für mich als Patient? Welche Möglichkeiten hab ich? Was muss ich zahlen und was wird übernommen?

Wohin kann ich im Notfall gehen?

Ein kleiner Rundblick im Gesundheitswesen, was für den Patienten vielleicht wichtig sein könnte.

 


 

 

Zunächst einmal stellen wir uns einer der am meisten gestellten Fragen: Gesetzlich oder Privat?

Was heißt das eigentlich bzw. was sind die Unterschiede?

 

Seit 2007 gibt es die allgemeine Krankenversicherungspflicht in Deutschland. Egal ob privat oder gesetzlich, jeder muss versichert sein. 

Selbstständige, Freiberufler und Beamte können freiwillig in die PKV (private Krankenversicherung). Aber auch Angestellte können in die private Krankenversicherung. Voraussetzung hierfür ist aber, dass sie ein Jahr lang eine gewisse Versicherungspflichtgrenze (auch Jahresarbeitsentgeltgrenze oder kurz JAEG genannt) überschreiten. Derzeit liegt die Grenze bei 4.950,00€ monatlich bzw. 59.400,00€ im Jahr (im Vergleich 2017: 4.800,00€ monatlich bzw. 57.600,00€ im Jahr).

 

Ist man gesetzlich versichert, so gilt die solidarische Verteilung der Kosten auf Arbeitgeber und Arbeitnehmer. Von den momentanen 14,6 % Beitragsgebühren für die gesetzliche Krankenversicherung, zahlt mein Arbeitgeber 7,3 % und ich ebenfalls 7,3%. Nur dass bei mir als Arbeitnehmer noch die Zusatzbeiträge meiner Krankenkasse dazu kommen. Hier kann es je nach Krankenkasse unterschiedlich sein, wie hoch ihr Zusatzbeitrag ist. Der Zusatzbeitrag soll ein Hilfe für die Krankenkassen sein, Kosten die nicht durch die Mittel aus dem Gesundheitsfonds gedeckt werden, über den Beitrag auszugleichen. Genehmigt wird der Betrag durch die für die jeweilige Krankenkasse zuständige Aufsichtsbehörde (z. B. Bundesversicherungsamt).

 

Für meine Beitragsgebühren kann ich nun gewisse Leistungen empfangen. Dabei gibt es festgelegte Leistungen, die jede Krankenkasse leisten muss. Und dann gibt es noch zusätzliche Leistungen, die wieder von Krankenkasse zu Krankenkasse unterschiedlich sein können. Zum Beispiel auf Grund von integrierten Versorgungsverträgen (IV-Verträge nach §140a SGB V) mit den Leistungserbringern (Krankenhäusern, Ärzten). Welche Leistungen meine Krankenkasse auf jeden Fall abdecken muss entscheidet der Gemeinsame Bundesausschuss.

 

Leistungen die aktuell übernommen werden, sind zum Beispiel Schutzimpfungen die von der ständigen Impfkommission (STIKO) empfohlen werden. So auch eine normale Kontrolluntersuchungen und Therapie und Behandlung beim Arzt.